World-of-Warcraft---Die-Bürde des Shaohao

World of Warcraft mit nur noch rund 7 Millionen Spielern

Es ist ein Auf und Ab beim MMORPG World of Warcraft. Blizzard gab nun die aktuellen Abozahlen bekannt.

Diese liegen bei rund 7,1 Millionen Spielern, während beim Release des Addons Warlords of Draenor noch rund 10 Millionen Abonnenten bekannt gegeben wurden. Während einige nun das Ende des MMOs World of Warcraft prophezeien, ist dies eigentlich eine völlig normale Entwicklung.

Bereits vor dem Release von Warlords of Draenor hatte WoW rund 7,5 Millionen Spieler. Viele, die ihr aktives Abo aufgegeben hatten, kehrten nur für die neuen Inhalte des Addons zurück, um zu sehen, was es Neues gab und die neue Story zu erleben. Anschließend kündigten sie ihr Abo wieder. Dies passiert bei jeder Erweiterung für das MMORPG.

Interessant ist, dass die Zahl von rund 7 Millionen einigermaßen stabil zu sein scheint. So viele haben also auch ohne neuen Content Spaß am MMO und lassen ihr Abo weiter laufen. Natürlich sinkt diese Zahl aber langsam trotzdem. Blizzard will deswegen neue Addons in kürzeren Abständen veröffentlichen. Zudem sucht das Unternehmen nach neuen Wegen, um Geld zu verdienen. Vor kurzem wurden die Token eingeführt. Diese erlauben es Spielern, ohne Abogebühren zu spielen, indem man auf dem Marktplatz angebotene Token gegen Ingame-Gold kauft. Die Token an sich werden von den Spielern gegen echtes Geld gekauft, die wenig Zeit haben, um selbst im Spiel Gold zu sammeln, dieses aber trotzdem benötigen. Das System ist noch frisch und muss sich daher erst richtig einspielen. Wie gut es funktioniert, lässt sich daher momentan noch nicht wirklich sagen.

Ein komplettes Free2Play- oder Buy2Play-Modell wie bei The Elder Scrolls Online schließt Blizzard für WoW aber nach wie vor aus. Zumindest in absehbarer Zeit wird es daher keine Umstellung geben. Ob sich dies aber irgendwann ändert, wird man noch sehen. Momentan jedoch wird das MMO so weitergeführt wie bisher.

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2 comments

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  1. Hirnspender 13 Mai, 2015 at 18:05 Antworten

    Eine völlig normale Entwicklung finde ich das ehrlich gesagt nicht. Seit Ende WotLK kennt WoW nur eine Richtung was die Spielerzahlen angeht und das ist bergab. Und das liegt anders als hartnäckig von einer ominösen Mehrheit von „WoW-Experten“ in diversen Foren oder Portalen an den Wetterverhältnissen oder an fehlgeschlagenen finsteren magischen Ritualen, sondern tatsächlich daran, dass parallel zu dem Niedergang der Spielerzahlen ein Niedergang der Qualität einherging.

    Darüber kann man auch nicht ernsthaft diskutieren. Wer das tun will, hat keine Ahnung und / oder lügt. Ich weiß wie das Spiel mal gewesen ist, ich weiß was mir daran gefallen hat, ich weiß was mir noch nie gefallen hat und ich weiß warum das Spiel heute wirklich extrem schlecht ist, was viele erstaunlicherweise offensichtlich nicht wissen, obwohl sie es noch spielen. Ich spiele es nicht mehr. Ich habe mir WoD nicht gekauft und werde es mir auch nie kaufen.

    Im Prinzip seit dem Activision in Person von Robert Kotick die Geschäftsführung übernommen hat, geht es bergab mit der Qualität von WoW beispielsweise. Das ist der einzige tatsächliche Grund, es liegt weder am Alter noch am Wetter oder ähnlichen Fabulierungen, es liegt einfach daran, weil die dort das Sagen haben, Vollidioten sind. Das ist der einzige Grund. Es gibt keinen anderen Grund. Und das ändert auch nichts daran, dass die Foren aus einer Armee von Vollidioten bestehen, die sich darum bemühen durch schwachsinnige Aussagen die Doofheit und Unfähigkeit von Blödzarts Vorstand zu übertreffen. Was im Übrigen nicht gelingt. Sie strengen sich wirklich an, also diese Hirnis in den diversen Foren und ich glaube ihnen auch ohne dass sie mir das schriftlich ärztlich attestieren lassen, dass sie zurückgeblieben Vollidioten sind, aber trotz der Mühen kommen an die Blödheit von Kotick nicht ran.

    Man muss offensichtlich bekloppt sein in dieser Welt, wenn man zu den Gewinnern zählen will. Das ist das Geheimnis von Koticks „Erfolg“.

    Solange Kotick dort arbeitet wird das Spiel nie wieder die frühere Qualität erreichen, die ihren Höhepunkt meiner Meinung nach Mitte WotLK erreicht hatte, also genau bis zu der Zeit als sich Kotick und seine Lakeien noch zurückgehalten haben und die alte Truppe dort arbeiten durfte.

    Für mich ist es ein absolutes Rätsel warum noch 7 Millionen „Menschen“ diesen Dreck spielen. Verstehen tue ich es nicht. Von der Qualität her, also wäre ich PC-Spiele-Journalist und WoW wäre ein Spiel, das ich zu bewerten habe, also das aktuelle WoW, würde ich niemals auf die Idee kommen, dass mehr als 100.000 Menschen diesen Dreck spielen, aber es sind tatsächlich über 7 Millionen. Ich empfinde das als wesentlich merkwürdiger als dass WoW in den letzten 7 Jahren 5 Millionen Spieler verloren hat. Mindestens 5 Millionen, weil man die Neuzugänge, die es sicherlich auch gab, alleine deshalb weil man expandierte noch abgezogen werden müssen, wenn man die tatsächlichen Verluste ermitteln wollen würde.

    Die Videospielindustrie ist insgesamt schon seit Jahren auf einem ganz miesen Drogentrip, ausgelöst durch geldgeile Börsenspekulanten, die man im Journalistendeutsch immer gerne als „Investoren“ bezeichnet. Deren Kreativität und Motivation besteht darin in immer kürzeren Abständen immer mehr Geld zu machen, da diese Hirnis aber von PC-Spielen an sich beispielsweise absolut keinen blassen Schimmer haben, versuchen sie das zu erreichen, indem sie ständig Kosten einsparen und kostenpflichtige Zusatzleistungen einbauen oder die Frequenz erhöhen mit der PC-Spiele veröffentlicht werden oder die Preise erhöhen. Einer der „Kreativisten“ dieser Gattung von Vorstandschefs ist nun einmal Robert Kotick. Leider wollen PC-Spieler allerdings normalerweise noch was anderes als dafür zu sorgen, dass Aktionäre Aktiengewinne einfahren (zufällig ist Robert Kotick Hauptaktionär, damit ist er unkündbar, was Vivendi bereits plante).

    Das bedeutet dieser gehirnamputierte Trottel darf fürs Nichtstun weiterhin Millionen kassieren, nur weil er das Hobby von Millionen zerstört und die Videospielindustrie auf ungeahnte Tiefen absenkt. Blizzard und Bioware waren einige der wenigen guten Spieleschmieden gewesen, die noch übriggeblieben sind. Beide wurden mittlerweile auf dem asozialen Börsenspekulantenniveau heruntergezogen. Für mich ist ehrlich gesagt die gesamte Branche vollkommen tot.

  2. Florian Richter 23 Mai, 2015 at 22:54 Antworten

    @ Hirnspender: Das die Qualität von „World of Warcraft“ in letzter Zeit arg gelitten hat weis jeder, der mit ein wenig Intelligenz gesegnet ist. Doch statt die Macher zu beleidigen, die sicher an dem Untergang beteiligt sind, zu beleidigen, hätte man auch schreiben können, was an dem Spiel auf einmal falsch läuft.
    1. Talentsystem:
    Wer in Classic-Zeiten und auch bei Crossroads schon spielte, wird das alte System noch kennen. Ein bis zwei Stunden saß man vor dem Talentfenster und rechnete sich dreißig Punkte schön, bis man meinte, dass das Optimum für den Charakter erreicht ist. Jeders Talent hatte kleine aber spürbare Auswirkungen auf Geschwindigkeit, Schaden, Heilung, Rüstung und Tannenbaumbeleuchtung. Heute gibt es die Ein-Klick-Lösung für alle, da der Spieler an sich anscheinend zu dumm geworden ist, zu rechnen und mit drei Talentbäumen mit jeweils 20 Talenten hoffnungslos überfordert ist. Es fehlt eigentlich nur noch, dass die Talente ganz entfernt werden, mit dem kleinen Eintrag in den Patchnotes „Wir wissen, was das beste für dich ist, vertrau uns!“
    2. Schlachtzüge:
    Zu Classic-Zeiten plante man noch epische Schlachten mit bis zu vierzig Spielern, um den großen Drachen zu erlegen. Jedem Spieler wird eine eigene Rolle zuteil, die in jeder Kampfphase minuziös durchgeplant werden musste und deren Fehler auch schon mal eine gesamte Raid zusammenbrechen ließ. Heute gibt es den Bösewicht in mehrfacher Ausführung für jeden. Damit auch der letzte zehnjährige, Schulschwänzer vor den Bildschirm gebannt wird und sich mit dem Titel „Königsmörder“ brüsten darf, wurden die Anforderungen so weit runtergeschraubt, dass es kein Erfolgserlebnis mehr ist. Wochenlange Vorarbeit, Testen, Scheitern, Spielersuche, Terminabgleiche und schlussendlich die Spielerzahl ist reduziert worden. Ich vermute mal, dass im nächsten Addon die großen Bösewichte im Alleingang erledigt werden können… an einem Spielabend… während man nebenbei im Kino sitzt.
    3. Kundenbetreuung:
    Legte man früher wert darauf, dem Spieler die Angemessene Welt (Realm) zu bieten, ist es heute nur noch ein Einheitsbrei. PVP, PVE, RP spielt heute keine Rolle mehr, da es auf jedem Realm die entsprechenden Schlachtfelder gibt. Ich muss aber auch zugeben, dass sich die Rollenspieler nicht wirklich angestrengt haben, die RP-Realms zu erhalten. Jeder „RPler“ war Prinz Sowiso von irgendwo und stand auf der Deppentreppe (Insider) und führte permanenten Penisvergleich mit anderen Prinzen. Gamemaster hat das nur wenig intressiert. Auch nicht, dass jemand den harmonischen Verlauf eines Gesprächs durch dazwischenspammen kontinuierlich gestört hat. Gamemaster haben sich bei mir aber auch nicht durch Qualität hervorgetan, eher durch Faulheit. „Wo ist dein Problem? Lösche den wtf-Ordner! Wiedersehn!“ waren die Standartsätze, die in den meisten Fällen rein gar nichts gebracht haben.
    Diese und viele andere Faktoren führten zum stetigen Qualitätsverlust von WoW. Heute heist es nur noch Geld schaffeln wann und wo auch immer es geht. Spielerlebnisse werden nur noch durch schöne Bilder ersetzt. Irgend ein Hirnbefreiter Spieler hat wohl einmal der Spieleindustrie erzählt, das wir alle nur noch Grafikhuren sind und bunte Bilder sehen wollen. Lesen, ein Gespräch führen, selbst denken… ist heute nicht mehr wichtig. Hauptsache ist, wir sehen epische Bilder, für die wir uns die neueste Highendgrafikkarte anschaffen müssen… ach was reg ich mich auf…

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