world of warcraft

World of Warcraft: Gericht gegen Nutzerbedingungen vor

Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) konnte vor dem Landgericht Berlin einen Sieg gegen World of Warcraft-Entwickler Blizzard erringen.

Die VZBV hatte Klage gegen einige Klauseln eingereicht, die in den Nutzerbedingungen des MMORPGs stehen und laut Ansicht des Verbands gegen geltendes deutsches Recht verstoßen würden. So behielt sich Blizzard beispielsweise vor, den Account sofort zu sperren, wenn eine Abbuchung des Abobetrags fehlschlägt – ohne vorherige Mahnung. Ebenfalls ist es rechtswidrig, dass Blizzard bei länger anhaltenden technischen Problemen das Kündigungsrecht der Kunden einschränkt. Ebenfalls ein Dorn in Auge des Verbandes war, dass sich Blizzard eingeräumt hatte, „Nutzungsbedingungen, Leistungen und Preise jederzeit und nahezu beliebig zu ändern. So sollte die Einführung neuer Gebühren unter anderem zulässig sein, falls das zur Verbesserung des Spielerlebnisses ’nützlich‘ erscheine“, so der VZBV. Das ist ebenfalls nach deutschem Recht unzulässig. Genau wie die weitere Dienstnutzung nicht als stillschweigende Zustimmung der Nutzer zu möglichen Änderungen der Nutzungsbestimmungen angesehen werden darf. Insgesamt stimmte das Landgericht Berlin dem VZBV in neun Klauseln zu, dass diese gegen das deutsche Recht verstoßen würden. Noch ist das Urteil zwar nicht rechtskräftig, aber sobald dies geschieht, muss Blizzard – zumindest für Deutschland – die Nutzerbedingungen ändern und an das deutsche Recht anpassen.

Das könnte allerdings zum Problem werden, denn werden diese Klauseln für Deutschland geändert, denn werden sicherlich auch aus anderen Ländern Stimmen laut, die ebenfalls mehr Rechte als Kunden haben möchten und es als unfair ansehen, wenn die Nutzerbedingungen nur in einem Land geändert werden. Ob Blizzard aber die Bedingungen für alle Länder ändert, ist fraglich. Sollte Blizzard die Nutzerbedingugnen nicht ändern, könnte unter Umständen der Betrieb von World of Warcraft in Deutschland gefährdet sein. Das Urteil des Landgericht Berlins könnte sich natürlich jetzt auch auf andere Onlinespiele auswirken, die ähnliche Nutzerbedinungen wie WoW haben.

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